Chronik



1964

Die Musikfreunde St. Beatus e. V. Koblenz-Karthause werden am 20.06.1964 von Herrn Dr. Dr. Matthias Enders, Herrn Werner Theisen und weiteren acht Freunden der Blasmusik im katholischen Jugendzentrum Karthause gegründet. Da dieses Stadtgebiet im Mittelalter zur Erinnerung an den dortigen Kirchenpatron „Beatusberg“ hieß, erhält auch der Verein den Namen dieses Heiligen. Es besteht jedoch keine Bindung an eine bestimmte Konfession oder politische Partei.

Leiter und Mitbegründer der ersten Bläsergruppe ist Herr Willi Schmidt.

Im Dezember wird ein Salonorchester - zunächst ohne Dirigent - mit fünf Mitgliedern gegründet.

1965

Herr Dr. Dr. Enders kümmert sich maßgeblich um den Bau eines eigenen Musikerheimes.

Von Anfang an erhält der Verein wegen seiner nachgewiesenen Jugendbildungsarbeit und „Förderung der Kultur, die in erster Linie der Freizeitgestaltung dient„, die steuerliche Anerkennung als gemeinnützig. Diese Gemeinnützigkeit wird in einer Vielzahl von Einsätzen im sozialen und kulturellen Bereich immer wieder eindrucksvoll praktiziert.

1966

Mit dem Dirigenten Herr Hower wird eine Streichergruppe mit 12 Mitgliedern gegründet. Es wird zweimal im Monat geprobt.

1968

Endlich ist das selbst errichtete „Musikerheim“ fertig. Hier ist es nun möglich gründliche Orchesterproben und auch Unterricht abzuhalten. Bei der Einweihung ist unter anderem der Landesvorsitzende des Deutschen Volksmusikerbundes Herr Schmitt anwesend. Dieser würdigt das Ereignis als besonderer Art, weil es erstmals einem Verein in der Bundesrepublik gelungen ist, ein eigenes Heim zu schaffen und dies bis zu diesem Zeitpunkt ohne öffentliche Zuschüsse.

Es wird eine Jugend-Gitarrengruppe gegründet. Auch eine Akkordeongruppe sowie ein Schrammelorchester unter Leitung von Bruno Tews entstehen.

Herr Hans Hower richtet mit acht Jugendlichen ein Streicherensemble ein.

1969

Die besehende Streichergruppe wird in eine Kammermusikgruppe (Leitung Bruno Tews) und ein Salonorchester, dirigiert von Herrn Hans Hower aufgeteilt. Die Kammermusikgruppe wird ab Juli durch Dr. Josef Rau übernommen. Proben finden einmal im Monat statt.

Ab 1969 beteiligt sich der Verein aktiv an Treffen mit der Koblenzer Partnerstadt Nevers. So wird z. B. am 05. Juli 1969 die Einweihung der Nevers Straße in Koblenz durch das Blasorchester (Leitung Willi Schmidt) musikalisch umrahmt.

1970

Das Jugendblasorchester unter Willi Schmidt findet großen Anklang.

Es findet ein Treffen mit jugendlichen Musikern aus Harringay (England) statt. Die Musiker werden in Privatunterkünften untergebracht. Es wird zusammen musiziert. Die Leitung des Orchesters hat Herr Kurt Gutmann.

Herr Kurt Gutmann gründet ein Streicher-Vororchester und leitet das Jugend-Streichorcheseter. Dieses blüht auf und besteht schon bald aus 28 jugendlichen Musikern.

1972

Herr Kammermusiker Manfred Gotsch übernimmt als Dirigent und künstlerischer Leiter das Streichorchester.

Unter seiner Leitung erlebt die Jugendarbeit in dem Verein einen neuen Aufschwung. Er und einige seiner Kollegen aus dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie bilden viele junge Instrumentalisten aus und fördern das Zusammenspiel in verschiedenen Orchestern.

Schon nach wenigen Monaten ist es möglich das Orchester zu teilen und ein Sinfonie-, ein Kammer- und ein Jugend-Kammerorchester zu bilden.

1973

Herr Kammermusiker Manfred Gotsch übernimmt auch die Leitung des Jugend-Streichorcheseters.

1974

Herr Kammermusiker Manfred Gotsch - Mitglied des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie- übernimmt die Leitung des Vereins. Es bestehen nun schon fünf verschiedene Orchester.

Herr Willi Schmidt wird als Dirigent des Blasorcheseters verabschiedet.

Herr Dr. Enders scheut keine Mühen, auch für das Blasorchester einen tüchtigen Dirigenten zu engagieren. So hat er Herrn Werner Foitzik vom Heeresmusikkorps 5 - der auch schon ein Blasorchester in Güls leitet - für uns gewonnen. Herr Foitzik übernimmt das immer größer werdende Blasorchester. Es besteht inzwischen aus 36 Mitgliedern.

Ein Jugendblasorchester wird gebildet.

Beim 5. Bundesmusikfest, bei dem über 10.000 Bläser aus ganz Europa teilnehmen, belegt unser Jugend-Blasorchester den zweithöchsten Platz.

Mitte Juni 1974 fährt unser Jugendstreichorchester nach Nevers und gestaltet zwei glanzvolle öffentliche Konzerte.

Seit diesem Jahr wird regelmäßig der Weihnachtsgottesdienst im Bundeswehr-Zentral-Krankenhaus von den Musikfreunden musikalisch umrahmt.

1975

Bei den „Schülerabenden“ im Görres-Gymnasium werden die Schüler von Herrn Manfred Gotsch und Herrn Werner Foitzik an öffentliche Konzertauftritte herangeführt.

Die Unterhaltungsmusik (wie z. B. Potpourris aus Operette/Musical, Walzer, Zigeunerweisen etc.) wird in den „Heiteren Winterkonzerten“ zu Gehör gebracht.

Die „geistliche Musik“ wird durch regelmäßige Konzerte mit verschiedenen Chören in und um Koblenz gepflegt.

1976

Ausrichtung eines Kirchen- und Kammerkonzertes in Maastrich (Holland). Ab diesem Jahr finden regelmäßige Konzerte im Blumenhof und in den Rheinanlagen statt.

1979

Teilnahme des Jugend-Blasorchester an der „Foire d’Exposition“ in der Koblenzer Partnerstadt Nevers (Frankreich).

1980

Einspielung der Langspielplatte „Koblenzer Serenade“ in der Theologischen Hochschule der Pallotiner in Vallendar. Produzent der Schallplatte ist Herr Dieter Buslau, der Leiter des Koblenzer dpa-Büros.

1983

Teilnahme des Jugend-Blasorchesters am Musikfest in Antwerpen (Belgien).

1984

Festprogramm zum 20. Stiftungsfest im Kammermusiksaal der Rhein-Mosel Halle. Teilnahme des Jugend-Blasorchesters am internationalen Blas- und Volksmusiktreffen in Brünn (Tschecheslowakei) mit Erzielung des 3. Preises in der höchsten Leistungsstufe.

1986

Sinfoniekonzert im Görreshaus anlässlich des 65. Geburtstages von Herrn Kammermusiker Manfred Gotsch mit Mitgliedern der Rheinischen Philharmonie.

1987

Konzert des Jugend-Blasorchesters auf Einladung der Stadt Luxembourg am Place d’Armes in Luxembourg-Stadt.

1988

Konzertreise des Sinfonieorchesters nach Barcelona (Spanien) für eine Spendenaktion zum Orgelneubau einer Kirche.

1991

Geburtstagskonzert zum 70. Geburtstag von Herrn Kammermusiker Manfred Gotsch im Görreshaus.

1994

Opern- und Operettenkonzert mit dem Polizeichor Koblenz in der Rhein-Mosel Halle. 30. Stiftungskonzert im Görreshaus mit Mitgliedern der Rheinischen Philharmonie.

Verabschiedung von Herrn Werner Foitzik.

Auflösung des Jugend-Blasorchesters wg. Nachwuchsmangels.

1996

Anerkennungsplakette des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge für die Musikfreunde St. Beatus.

1999

Jubiläumskonzert anlässlich des 20 jährigen bestehens des Polizeichores Koblenz unter Leitung von Herrn Werner Blatt.

2001

Opern- und Operettenkonzert mit dem Polizeichor Koblenz.

2004

Jubiläumskonzert zum 40. Stiftungsfest im Kurfürstlichen Schloss Koblenz.

2008

Verabschiedung von Herrn Kammermusiker Manfred Gotsch.

Helmut Blankenstein, unser langjähriger 2. Vorsitzender, Bassist, Klarinettenlehrer, Archivar und „gute Seele„, verstirbt am 22. Februar.

Am 19. September übernimmt Herr Werner Höss die musikalische Leitung des Orchesters. Das gibt einen neuen positiven Impuls. Es sind deutlich mehr aktive Mitlieder zu verzeichnen.

2009

Unser Gründungsmitglied, Herr Dr. Dr. Matthias Enders, verstirbt am 26. März.

2010

Am 3. Oktober verstirbt unser langjähriger Dirigent Herr Kammermusiker Manfred Gotsch.

2012

Wiederaufnahme der Promenadenkonzerte im Konzertpavillion in den Rheinanlagen.

2014

50 jähriges Vereinsjubiläum. Ein Festkonzert findet im Dreifaltigkeitshaus Koblenz-Karthause statt. Nach einem intensiven Probenwochenende entsteht unter Mitwirkung von 57 Musikern (davon 27 ehemalige Beatusianer !) ein rundum gelungenes Konzert. An einem Abend konnten Erinnerungen ausgetauscht werden. Einige ehemalige Musiker nahmen die weite Reise aus Wien oder Norddeutschland auf sich, andere packten nach einigen Jahren erstmals ihr Instrument wieder aus um an diesem Konzert mitwirken zu können.

Festkonzert zur 800 Jahrfeier St. Maximin Horchheim mit dem Kirchenchor St. Maximin.